Mittwoch, 20. Februar 2019

Richtig reagieren bei Blaulicht und Sirene

Was tun, wenn Blaulicht von hinten ankommt?


Liebes TEAM BAYERN,

jeder von uns hat diese Situation wahrscheinlich schon einmal erlebt: Ihr seid unterwegs, und plötzlich hört ihr Sirenen und seht es irgendwo blau blitzen. Dann ist ein Einsatzfahrzeug von Polizei, Feuerwehr oder einer Hilfsorganisation unterwegs und hat es sehr eilig. Denn:
"Blaues Blinklicht zusammen mit dem Einsatzhorn darf nur verwendet werden, wenn höchste Eile geboten ist, um Menschenleben zu retten oder schwere gesundheitliche Schäden abzuwenden, eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwenden, flüchtige Personen zu verfolgen oder bedeutende Sachwerte zu erhalten." (§38 Straßenverkehrordnung)
Und was bedeutet das für euch? Auch das steht im §38 StVO: "Alle übrigen Verkehrsteilnehmer haben sofort freie Bahn zu schaffen". Aber wie? Wie soll man sich verhalten, wenn man zum Beispiel an einer roten Ampel steht? Oder wenn kein Seitenstreifen zum Ausweichen vorhanden ist? Hier haben wir einige der offiziellen Tipps für euch, und dazu noch ein paar Insider-Tipps von "Blaulichtfahrern".

Muss ich bei Blaulicht unbedingt in Panik verfallen?

Nein ;-) Im Gegenteil - ruhig bleiben hilft ungemein. Und dann erstmal schauen (und hören), woher das Einsatzfahrzeug kommt und wo es hinwill. Die Retter betätigen extra frühzeitig den Blinker, damit andere sie besser einschätzen können. Und dann ganz ruhig überlegen, wie man ihnen am besten Platz verschafft.

Muss ich immer anhalten?

Nein, wenn zum Beispiel eine Bundesstraße frei ist müsst ihr nicht anhalten. Rechts blinken ("ich hab euch gesehen!"), richtung Straßenrand steuern, etwas langsamer werden, überholen lassen. Eine Vollbremsung dagegen ist sehr gefährlich! Das gefährdet auch das Einsatzfahrzeug dahinter.

Und wenn die Straße stark befahren ist?

Gibts es rechts einen Seitenstreifen? Dann ausweichen. Auch eine Parkbucht funktioniert da gut. Aber bitte auf keinen Fall als Hindernis stehen bleiben. Wichtig: auch der Gegenverkehr sollte so viel Platz wie möglich machen, und notfalls abbremsen, damit ein Einsatzfahrzeug überholen kann.

Muss ich in der Stadt notfalls auf den Bordstein fahren?

Niemand muss sich das Auto ruinieren. Gibt es vielleicht eine andere Möglichkeit, Platz zu machen? Mit einem kühlen Kopf (Hektik bringt nichts) findet man immer eine gute Lösung. Selbstverständlich ist es dann auch erlaubt und sogar geboten, zum Beispiel vorsichtig auf einen Rad- oder Fußweg auszuweichen.


Und wenn vor mir die Ampel rot ist?

Rote Ampeln dürfen überfahren werden, um Polizei oder Rettungsdienst Platz zu machen. Natürlich nur vorsichtig (immer auf die Fußgänger aufpassen!) und so, dass niemand gefährdet wird. Viele haben Angst vor einem Blitzer, aber die ist unnötig: Wird der Rettungswagen auch geblitzt, kommt erst gar kein Bescheid. Und wenn doch: Am besten Datum und Uhrzeit sowie Art des Einsatzfahrzeugs notieren, für das man Platz gemacht hat. Damit lässt sich Einspruch einlegen.

Wie war das nochmal mit der Rettungsgasse...? 

Auf allen Straßen mit mindestens zwei Spuren wird die gebildet. Und zwar nicht erst, wenn ein Einsatzfahrzeug zu sehen ist! Los geht es bei Schrittempo und drohendem Stau: Alle links fahren GANZ nach links, alle anderen nach Rechts. Und das bleibt dann so, bis sich der Stau aufgelöst hat. Bitte nicht wieder zumachen, nur weil ein oder zwei Einsatzfahrzeuge durchgefahren sind.

Und der Abschlepper? Der hat doch gar kein Blaulicht!

Aber ohne ihn kann die Unfallstelle nicht geräumt werden. Also bitte durchlassen.

Und darf ich auch durch? Ich hab es eilig!

Nein.


Die US-Feuerwehr hat das in ein kleines Video verpackt:-)




Freitag, 11. Januar 2019

Liebes TEAM BAYERN: Helft euren Nachbarn!


Liebe TEAM-BAYERN-Mitglieder,

Südbayern versinkt im Schnee. Was für die einen eine schöne Winterlandschaft darstellt, ist für viele Menschen eine gefährliche und bedrohliche Lage. Die professionellen Helferinnen und Helfer sind rund um die Uhr im Einsatz, um Straßen zu räumen und Bäume zu sichern oder zu fällen. Feuerwehr, THW und teilweise die Bundeswehr tun, was sie können.

Was kann das TEAM BAYERN tun?

Das Leerräumen von Dächern ist ebenso wie die Straßenräumung eine Aufgabe für ausgebildete Spezialisten und Fachleute. Aber auch wir können eine Menge tun: viele ältere Menschen oder auch Menschen mit Behinderung, genauso auch Alleinerziehende oder Familien, brauchen unsere Unterstützung in Form der Nachbarschaftshilfe.

Fragt einfach, wo Ihr helfen könnt! Egal ob Einkaufen, Kinder betreuen oder die Einfahrt freischippen - es gibt viel zu tun. Traut euch! Fragt nebenan, ob Hilfe gebraucht wird. Zugegeben: das ist nicht so spektakulär wie unser Einsatz beim Hochwasser in Simbach und Umgebung, nicht so spannend wie unser Einsatz bei der Bombenentschärfung in Augsburg. Aber es ist wichtig: Helft den Menschen, wo immer sie Hilfe benötigen! Schaut nach euren Nachbarn, schaut in eurer Gemeinde oder eurem Viertel, wo ihr euch einsetzen könnt.

Vielen Dank schon mal für Euer Engagement. Solltet Ihr irgendwo als TEAM BAYERN tätig werden, freuen wir uns über einen kurzen Bericht, und natürlich auch über Bilder. Am einfachsten geht das über unsere Facebook-Seite www.facebook.com/teambayern.info

Allen, die von dem Chaos betroffen sind, wünschen wir eine baldige Entspannung der Lage. Aber ihr könnt sicher sein: Bayern packt an, wenn Hilfe gebraucht wird. Und Tausende Mitglieder vom TEAM BAYERN sind mit dabei. DANKE DAFÜR!

Herzliche Grüße
Euer Raimund
Verantwortlicher für das TEAM BAYERN